Sozialpädagogik

Wichtige Elemente in der auf dem Hof gelebten Pädagogik sind:

  • Respekt vor dem jeweiligen Gegenüber, egal ob Mensch oder Tier
  • eine positive Gesprächskultur, die von gegenseitiger Achtung geprägt ist
  • Erziehung zu Hoffnung, Offenheit, Selbstkompetenz und Verantwortung
  • Denken in größeren Zusammenhängen
  • einfaches Leben im Rhythmus der Jahreszeiten

Unterstützt wird Doris bei den Kursen von pädagogisch und therapeutisch erfahrenen MitarbeiterInnen, sowie engagierten Reiterinnen. Viele Angebote auf dem Hof sind speziell auf Kinder und Jugendliche bezogen, alle sind aber auch offen für Menschen aller Altersstufen mit oder ohne Behinderung oder Krankheit.

Dieses offene Konzept soll:

  • die Einbindung von Angehörigen und Freunden ermöglichen
  • die soziale Integration durch Akzeptanzsteigerung im Umfeld fördern
  • durch gemeinsame Aktivitäten Raum für Begegnung schaffen

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Selbsterfahrung – Das Pferd als Spiegel

Wann erfahren wir etwas über uns selbst?

Wir lernen Neues an uns kennen, wenn wir uns neugierig werden lassen, unseren Erfahrungshorizont erweitern oder die einfachen Dinge wirken lassen. Auf dem Steinbacherhof verbinden wir Naturerleben, Körperarbeit mit und ohne Pferde und  Meditation. Wir setzen Impulse, verlangsamen unseren Rhythmus und suchen die Stille – nicht als Abwesenheit von Lärm, sondern als Zugang zu Innerlichkeit und Begegnung.

Spiegel

Wir sprechen viel davon, dass unsere Pferde uns spiegeln. Sie agieren oft wie klare Wegweiser zu uns selbst, indem sie auf unsere Emotionen, Befindlichkeiten und unsere Präsenz im Moment spontan reagieren. Sie gehen auf kleinste Nuancen, Veränderungen ein und melden uns je nach Charakter und eigener Befindlichkeit viel zurück. ein Therapiepferd ist explizit darauf geschult, diese Fähigkeiten einzusetzen, um non-verbale Signale unserer KlientInnen exakt einordnen zu können. Diese Kooperationsarbeit nutzen wir ebenso in der Selbsterfahrung und in Persönlichkeitstrainings mit den TeilnehmerInnen unserer Seminare.

Pferde als Träger menschlicher Phantasien

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Heilpädagogische und Therapeutische Förderung mit dem Pferd (HTFP)

Pferdegestützte Therapie ist weit mehr als „einfach nur oben sitzen“: in der Therapie steht die Mensch-Tier-Mensch-Beziehung im Mittelpunkt. Unsere Pferde können als soziale Lebewesen Gefühle wahrnehmen und spiegeln und durch ihr spezielles Training auch die menschliche Körpersprache deuten. Gemeinsam können Pferd und Therapeutin so auch die nonverbalen Signale in die Therapie miteinbeziehen, die gerade bei Menschen mit behinderungsbedingt eingeschränkter sprachlicher Ausdrucksmöglichkeit einen hohen Stellenwert einnehmen.

Bei der heilpädagogischen und therapeutischen Förderung mit dem Pferd handelt es sich um eine ressourcenorientierte Förderung und ein prozessorientiertes Begleiten bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Hilfe eines Therapiepferdes. Abgestimmt auf die Bedürfnisse, Ressourcen und Fähigkeiten des Klienten werden psychologische, psychotherapeutische, rehabilitative und soziointegrative Maßnahmen mit Hilfe des Pferdes umgesetzt.

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Fokus und Wohlfühlen im eigenen Körper

Fokus – wieder und immer und immer wieder führt uns das Pferd zu uns selbst.

Wie der Blick und somit der äußere Fokus, so muß der innere Fokus ganz bei meiner Arbeit in diesem Moment sein. Schweifen meine Gedanken ab, beschäftige ich mich halbbewusst mit meinen Problemen oder Plänen, so wird auch das Pferd unaufmerksam, übernimmt unter Umständen auch den „Wachposten“ im Team und in jedem Fall leidet die Therapiesituation. In weiterer Folge führt diese verminderte Aufmerksamkeit leicht zu gefährlichen Situationen, da ich die ersten Signale des Pferdes und auch die Geschehnisse in der Umgebung nicht rechtzeitig wahrnehme und so auch nicht frühzeitig zur Deeskalation beitragen kann.

Alle vorgenannten Punkte berühren ein sehr wichtiges Thema. Mich selbst.

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Führen im therapeutischen Kontext

Das Führen an sich ist bereits ein sehr komplexes Thema. Es fordert uns auf, mit Klarheit unseren Weg zu sehen und zu gehen, denn nur dadurch können wir Sicherheit vermitteln. Was so einfach klingt ist für uns alle zu Beginn fast unmöglich.

Erst, wenn ich durch viel Erfahrung, durch physische Sicherheit im Handling und psychische Sicherheit durch Vertrauen zum Pferd in ein gutes Maß an Selbstverständlichkeit hineingewachsen bin, erst dann kann ich guten Gewissens einen Menschen, der meine Hilfestellung braucht, auf meinen Partner Pferd setzen.

Was bedeutet geführt werden aus der Sicht des Pferdes?

Zuallererst bedeutet es eine große Einschränkung des Handlungsspielraumes. Dem Pferd wird das eine oder andere Halfter, Zaumzeug, Gebiss um den Kopf oder ins Maul gelegt, was für das Pferd eine Flucht im Ernstfall sehr erschwert bzw unmöglich macht. Demnach geht es hier um Vertrauen.

Wichtige Fragen: Spürt mein Pferd, dass es mir vertrauen kann? bin ich in der Lage, ihm soviel Sicherheit zu geben, dass es in Schreckmomenten und demnach im Reflex zu mir statt von mir fort will?

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Was wir unseren Pferden schulden

Therapie – ein gemeinsamer Prozeß zwischen Therapeutin, Pferd und Klienten. Wir erwarten von unseren Pferden tagtäglich entspanntes Arbeiten, Aufmerksamkeit, das Ertragen von physischen wie psychischen Fehlern und Unzulänglichkeiten unserer Klienten, aber auch mit unseren eigenen Stimmungen, Emotionen, psychischen Paketen müssen sie zurechtkommen. Dazu Witterungseinflüsse wie Wind, Regen, Hitze, glatte Böden oder natürliche Unannehmlichkeiten wie Fellwechsel, Insektenplage oder „Kreislaufwetter“. Da kommt vieles zusammen, und weit mehr als das schon bei einem Privatpferd der Fall ist, mit immer demselben einen Menschen, auf den es sich einstellen kann.

Ich möchte deshalb aufrufen, jeden Tag ein paar Gedanken den Dingen zu widmen, die wir unseren Pferden dafür schulden.

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Atem – Basiselement der nonverbalen Kommunikation

Atem

In der Zusammenarbeit mit Pferden ist der Atem von essentieller Wichtigkeit. Pferde nehmen etwa wahr, ob wir den Atem fließen lassen, oberflächlich in den Brustkorb atmen oder den Atem anhalten. Mit jeder dieser Wahrnehmungen ist für ein Pferd eine gewisse Stimmung und emotionale Befindlichkeit verbunden.

Ein flacher und rascher Atem bedeutet für Pferde Stress, Nervosität, Angst. Ein tiefer, ruhiger Atem dagegen bedeutet Ruhe, Souveränität, Entspannung. Als Therapeutin bin ich gefordert, dem Pferd eine kompetente und gelassene Partnerin zu sein, ein Verlassmensch, dem es vertrauen kann, neben dem es seinen Therapeutenjob in aller Ruhe ausführen kann. ist der Atem des Menschen tief und entspannt, so erkennt das Pferd dieses Entspannungsmuster und passt sich diesem nach Möglichkeit an. In Stressmomenten kann eine Therapeutin auf diese Weise beim Pferd für mentale Ausgeglichenheit und Ruhe sorgen. Als Fluchttier gibt es für ein Pferd immer wieder Situationen, in denen es, so gut es auch ausgebildet sein mag, mit Anspannung oder Erschrecken reagiert. Hier die notwendige Ruhe zu bewahren und auszustrahlen sorgt für Sicherheit und ist ein wichtiger Teil der Unfallprophylaxe.

Gewaltfreiheit

Gewaltfreiheit

Im Umgang mit Pferden, speziell mit denen, die Charakterzüge eines Rebellen, eines Spaßvogels oder ähnlich eigenständige Tendenzen besitzen kommen wir immer einmal in die Situation, dass das Pferd stärker reagiert, heftiger seinen Unmut, sein Nichtverstehen zeigt oder auch auf eine Forderung mit einem definitiven „heute, jetzt will ich das nicht tun“ reagiert. Was aber tun in solchen Momenten?

Um diese Frage zu beantworten muss ich viele andere für mich klären.

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Begeisterung

Wir bemühen uns täglich, unserem Pferd als Partner zu begegnen, ihm alles zur Verfügung zu stellen, was es braucht, um ein möglichst artgerechtes Leben als Herden-, Lauf- und Fluchttier zu leben. Wir füttern, pflegen es, misten die Stallungen und Koppeln, versorgen es medizinisch, wo notwendig. Wir kümmern uns um Hufschmied, Tierarzt, Futterlieferungen und erfinden so oft es geht neue Verbesserungen in Haltung und Pflege. Wir trainieren mit unserem Pferd, achten auf Gymnastizierung und gute Kondition unseres Freizeit- und Therapiepartners.

Wir nehmen unsere Verantwortung ernst, sehen sie als selbstverständlich – schließlich haben wir ja unsere Pferde zu uns geholt.

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